Wir sind im Juli mit einer ungefähren Routenvorstellung durch die Schweiz, Frankreich und Italien gefahren. Hauptziel war die Tour de France in St. Jean de Maurienne bzw. am Col de Croix de Fer. Für die Orientierung der Fahrtrouten gibt es GPS bzw. hatten wir Straßenkarten und die Hotelsuche lief vor Ort persönlich oder über die Touristinformation ab. In Hotels, in denen wir Internetzugang hatten, holten wir uns Infos über freie Hotels und kontaktierten diese mittels Buchung online oder per Handy.
Jetzt stelle ich mir vor, dass das mobile Internet im Ausland ohne Schwierigkeiten und auch ohne teure Roaminggebühren funktioniert. Und wenn das Web 3.0 in vollem Umfang funktioniert hätte, so wie es im Zeitungsartikel „Das Internet soll klüger werden“ von Spiegel online (den Marlis in das Diskussionsforum zum Quiz stellte) geschildert wird , dann hätte der Urlaub aus organisatorischer Sicht größere Möglichkeiten geboten. Welche Veränderungen mag es da erst im Alltag und in der Berufs- und Arbeitswelt geben.
Auf den Spuren der Tour de France – mein Lebenspartner ist begeisterter Radfahrer – ergeben sich auch immer wieder Kontakte zu Gleichgesinnten. Fotos werden geknippst, an denen die Reisebekanntschaften auch Interesse zeigen und über Erfahrungen wird gesprochen. Und um dem anderen Fotos und weitere Informationen zukommen zu lassen, werden Email-Adressen ausgetauscht oder bekanntgegeben. Flickr, Delicious, vielleicht eine Fahrradcommunity oder gar ein Mashup ist anscheinend für viele in der „mittelalterliche Generation“ in weiter Ferne.
Renate
